Zwei Clubs von beiden Seiten des Rheins fusionieren und gehen zusammen in die Luft.

Vereinsfusion

Äußerer Anlass für diese Clubfusion war der Rückgang der Mitgliederzahl in beiden Clubs. Die Constantiner hatten das „klassische“ Problem des steigenden Altersdurchschnitts, während Rheingold mit vielen euphorischen jungen Mitgliedern v.a. mit berufsbedingter Fluktuation oder mit den zeitlichen Erfordernissen einsetzender Familienplanungsphasen zu kämpfen hatte. Nichts lag daher näher als die Probleme beider Clubs einer gemeinsamen Lösung zuzuführen, um so Erfahrungspotenziale und Innovationsfreude miteinander zu verbinden.

Die Mitglieder beider Clubs haben sich aber nicht nur für einen organisatorischen Zusammenschluss entschieden, sondern auch für einen neuen gemeinsamen Namen, der die neue Identität zum Ausdruck bringen sollte: Lions Club Köln-Rheinbrücke.

Dieser Name steht zunächst für die Verbindung zweier Clubhistorien – er ist aber darüber hinaus ein Bekenntnis. Der Rhein steht sinnbildlich für das, was die Menschen in Köln prägt: Bewegung, Wandel und Lebensfreude. „Brücke“ steht für Verbindung, für das Zusammenbringen von Menschen, Ideen und Engagement – und nicht zuletzt für die erste Rheinbrücke, die Kaiser Constantinus einst errichten ließ und die für den einzigen rechtrheinischen Lions Club Köln-Constantinus stets Programm war. Aber auch der linksrheinische LC Köln-Rheingold war mit seinen Aktivitäten von Anfang an stark in den rechtsrheinischen Stadtteilen präsent.

Der Lions Club Köln-Rheinbrücke sendet damit zugleich ein starkes Zeichen in die Kölner Stadtlandschaft: Er bringt die bewusste Verbundenheit des neuen Clubs mit beiden Seiten des Rheins zum Ausdruck. Gerade die nicht selten vernachlässigte rechtsrheinische Seite Kölns, die so genannte „schäl Sick“, wird in diesem Namen ausdrücklich mitgedacht.

Der nun vollzogenen Fusion ging eine Art „Verlobungsjahr“ voraus, in dem die beiden Clubs ihre Clubabende, Vorträge und Aktivitäten an wechselnden Orten gemeinsam geplant und durchgeführt haben. Höhepunkt dieser Phase war eine ganz besondere Activity, die Mitglieder und Gäste beider Clubs in die Lüfte brachte.

Die beiden Clubs gehen gemeinsam in die Luft

Mit enormen persönlichen Einsatz und großem Sachverstand hatte der damalige Constantinus-Präsident und Meteorologe Michael Noll dieses Ereignis organisiert und v.a. auch die Piloten gefunden, die den Benefizzweck dieser Activity kostenlos unterstützten. Am 30. Mai 2025 stiegen sechs Heißluftballone vom Segelflugplatz in Langenfeld-Wiescheid in den klaren Abendhimmel auf. Davor war von allen Passagieren tatkräftige Unterstützung gefordert, um die Ballone aufzublasen und in die richtige Position zu bringen.

Beim abschließenden Imbiss wurden die Ballonfahrerinnen und -fahrer standesgemäß „getauft“. Ein großer Dank ging an die Ballonpiloten, die alle mit ihrer Freundlichkeit und Sachkenntnis beeindruckt hatten.

Der Erlös von insgesamt 3.000 € ging an die Alexianer im rechtsrheinischen Stadtteil Porz. Für das aktuelle Lionsjahr gibt es eine Fülle von Plänen und Vorhaben. Nicht zuletzt bereitet der LC Köln-Rheinbrücke für das anstehende 50-jährige Clubjubiläum der inkorporierten Constantiner ein Benefizkonzert mit dem Sinfonieorchester der Deutschen Lions vor.

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Bericht im Ballonsport Magazin Juli/August 2025